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Ich
widme diese Seite nicht nur Personen wie Herrn W. ????, der mich eines Abends anrief, angab aus Berlin Charlottenburg zu sein und mich
nach den Preisen für einen Schwarzen Terrier befragte, sondern vor allem
den Personen die ernsthaftes Interesse am Kauf oder an einer Beratung zu dieser schönen
Hunderasse haben. Also nicht angeblichen Interessenten wie ihn, der wie
es sich herausgestellt hat, im Auftrag einer anderen Zuchtstätte
diesen Anruf tätigte! Ich bin für alles offen und der jeweiligen Situation entsprechend,
auch bereit zu verhandeln oder Kompromisse zu schließen, aber
solche Methoden widersprechen meiner Auffassung von
züchterischer Fairnis!
Eine bekannte Züchterin unserer Rasse hat auf
ihrer Homepage eine sehr ausführliche Aufstellung der Kosten veröffentlicht, die
zum Entstehen des Preises von 1200,00 Euro für einen Schwarzen Terrier beitragen.
Es gibt zur Zeit sogar Preise bis zu 1500,00 Euro! Es sollte immer bedacht werden:
"Dass das
Hobby, Hund und seine Zucht,
einen enormen Zeitaufwand bedarf. Alle Liebe und Zuneigung gilt, wenn die Zucht
gewissenhaft betrieben wird, den Hunden. Selbst die Familie kommt manchmal zu
kurz, in der Form dass viele schönen Dinge des Lebens, zum Beispiel ein
gemeinsamer Urlaub, nicht immer realisiert werden können!"
Der
Preis ergibt sich aber nicht nur aus der Menge der Aufwendungen, sondern ist
meiner Meinung nach auch abhängig von allgemeingültigen Gesetzen des Marktes. Außerdem setzt sich
der Wert eines Hundes nicht nur aus dem bei seiner Zucht gemachten Aufwand
zusammen, sondern ich denke, er ergibt sich hauptsächlich aus seiner Rolle in
unserer Gesellschaft!
Partner Hund
erfüllt seine Aufgaben nicht nur als Wegbegleiter und
treuer Gefährte des Obdachlosen oder als Prestigeobjekts des
Multimillionärs.
Nein, er ist in vielen Bereichen zu Hause und das ein hoffentlich langes
Hundeleben
lang!
- Er bringt
Abwechslung in das Leben der Familien aus denen die Kinder ausgezogen sind.
-
Er ergänzt das Alltagsleben von Menschen, die ihren Lebensgefährten verloren
haben.
-
Er hält seinen Besitzer fit und verpflichtet diesen, sich in bestimmten
Situationen nicht aufzugeben.
-
Er hilft Kranke zu heilen, Verletzte zu bergen und leider auch Tote zu finden.
-
Er ist treuer Freund der Familie, Spielgefährte der Kinder und wachsamer Beschützer
zugleich.
-
Er hilft Gesetzesverstöße zu vermeiden und aufzuklären.
Diese Aufzählung könnte man
beliebig fortzusetzen. Kurz und knapp gesagt:
"Er ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr
wegzudenken!"
Deshalb ist der Hund
auch mehr wert als eine Ware, die
man aus dem Regal eines Discountermarktes entnimmt und in einem Pappkarton nach Hause trägt.
Eins
sei uns allen jedoch bewusst. Alle diese hervorragenden Aufgaben kann unser
vierbeiniger Freund nur bestens erfüllen, wenn wir ihm das leben lassen was er
ist eben ein
Hund!
Bei aller Liebe und
Zuneigung, ist ihm also nicht gut getan, ihn zu verhätscheln und zu
vertätscheln. Ein gesunder, nervenstarker Hund entsteht nicht auf dem Sofa. Er
braucht eine möglichst natur- und artgemäße Aufzucht, um sich in seinem späteren
Leben zu behaupten.
Gute Züchter wissen das und
richten sich konsequent danach. Sie beginnen also schon im frühen Welpenalter
mit entsprechender Fütterung, allmählicher Akklimatisierung und Abhärtung,
Sozialisierung und Prägung. Wo das alles erfolgt ob in der Wohnstätte, oder
Anfangs dort, in extra dafür eingerichteten Räumen und später außerhalb des
Wohnraumes in entsprechenden Zwingeranlagen, spielt bei Hunden wie dem Schwarzen
Terriern überhaupt keine Rolle. Die Haltung und Zucht der Hunde regelt sich
eventuell auch nach den jeweiligen örtlichen
Bedingungen.
Wer als Züchter im Wohngebiet beengt wohnt macht das Eine. Wer ein
entsprechendes Grundstück hat, davon ausgehen kann dass seine Hundezucht der
Nachbarschaft nicht stört, und sich sagt: "ein wenig Freiraum ist vielleicht
auch nicht schlecht für die Hunde," nun der macht eben das Andere. Das kann
jeder Züchter nach seinen individuellen Möglichkeiten handhaben und sollte
fairer weise nicht gegenseitig reglementiert werden! Wichtig
ist nur eins:
Der ständige Kontakt zum Besitzer, den
Familienmitgliedern und der Umwelt muss immer gewährleistet sein.
Wenn Sie irgendwo lesen oder
erfahren dass der schwarze Terrier nicht in Zwingern gehalten werden darf und in
der Familie im Haus oder der Wohnung leben muss, damit er nicht verkümmert,
verblödet oder gar aggressiv wird, ist das nur in so fern war, dass diese
negativen Eigenschaften nicht auf den Aufenthalt im Zwinger zurückzuführen sind!
Sehr wohl aber auf mangelhaften
Kontakt der Hundebesitzer zu ihren Tieren!
Die Probleme
schaffen nicht
die Zwinger, die Probleme schaffen die Menschen,
die die Zwinger in verantwortungsloser Weise nutzen!
Es besteht auch innerhalb
der Tierschutzverordnungen und in den
Zuchtbestimmungen des VDH kein Verbot der Zwingerhaltung. Wohl aber sind Normen
hinsichtlich der Beschaffenheit und Unterbringung vorgegeben.
Meine Hunde werden ab Junghundalter in großen Zwingeranlagen gehalten, haben
ständig freien Auslauf, Kontakt zu mir, meiner Familie und zu ihren Artgenossen.
Meine Zuchthündin wurde schon immer und jetzt wieder im Haus gehalten. Keiner
meiner, unter diesen Bedingungen lebenden Hunde, ist jemals aggressiv geworden,
ist verkümmert oder gar verblödet. Niemals hat sich ein Hund aus meinem Zwinger
bei einer Ausstellung aggressiv gezeigt. Im Gegenteil, durch Fortsetzung der mit
in die Wiege gegebenen Werte, gingen Bundessieger, internationale und nationale
Champions aus diesen Haltungsbedingungen hervor.
Der Wurf findet in der Diele in einer
entsprechenden Wurfkiste neben der Zentralheizung statt. In den ersten Wochen
hänge ich eine Infrarotwärmelampe über das Wurflager, welche ich dann später weg
lasse. Fangen die Welpen an, das Wurflager zu verlassen, können sie sich in
einem Auslauf innerhalb der Diele bewegen. Der Fußboden wird mit ständig
wechselbarer Auslegware belegt, damit die Welpen nicht auf den Fliesen
wegrutschen. Wenn sich die Welpen bemerkbar machen, führe ich sie ins Freie, das
heißt in den am Haus angrenzenden Garten. Der Weg dorthin führt über eine kleine
Treppe, so dass sie sich auch an solche Baulichkeiten gewöhnen können. Nach und
nach gewöhne ich sie immer mehr an einen längeren Aufenthalt im Freien, welcher
je nach entsprechender Wetterlage in einem eingezäunten Auslauf mit Unterkunft
in Form einer Finnenhütte, oder in einem in das Wohnhaus integrierten Welpenraum
mit Heizung erfolgt. So oft wie möglich, lasse ich die Welpen (unter meiner
Aufsicht) allein, oder zusammen mit ihrer Mutter überall auf dem Grundstück
laufen, damit ihre ständige Neugierde befriedigt wird. Gleichzeitig
bekommen sie Kontakt zu den anderen Hunden und gewöhnen sich an Umwelt und
Geräusche. Eine Geräusche CD benutze ich auch. Außerdem hat man immer mit
irgendwelchem Werkzeug zu tun und die Welpen bekommen das bereits schon während
des Aufenthaltes in der Wurfkiste mit. Auslauf und Garten
befinden sich 10 m von einer Durchgangsstraße entfernt, so dass auch von dort Wahrnehmungen
gemacht und verarbeitet werden. Schließlich kommen die Welpen nur noch
Nachts zum Schlafen ins Haus. Nach erfolgter Impfung und Wurfabnahme gehe ich
nach und nach mit den Welpen außerhalb des Grundstückes spazieren.
Ich hoffe, hier die Fragen zur Haltung und Aufzucht meiner Hunde genügend
beantwortet zu haben. Bitte richten Sie sich nicht nach irgendwie
erfahrenen oder ihnen zugetragenen Dingen. Fahren Sie hin zu dem Züchter ihrer
Wahl und
überzeugen Sie sich selbst! Bei mir sind Sie jederzeit willkommen!
Ich wünsche mir für meine
Hunde künftige Besitzer, die nach Möglichkeit über eine geeignete Wohnung (noch besser
ein Haus) mit Garten verfügen und die Hunde sich soviel wie möglich im Freien
bewegen können. Eine Unterkunft in der Wohnung oder im Haus begrüße ich als
optimal, habe
jedoch nichts gegen eine tierschutzgerechte Unterbringung in einem
entsprechenden Zwinger oder Hundehaus, vorausgesetzt der Hund hat ständigen Kontakt zur
Familie! Meine Hunde sollten geachtet und lieb gewonnen werden. Sie
sollten aber auch ihre Freiräume haben, wo sie auch mal die eine oder die andere "
kleine Dummheit " machen können, ohne gleich abgestraft zu werden. Der
Schwarze Terrier ist ein sehr gelehriger Hund und glauben Sie mir, er sieht es
Ihrem Blick bereits an, dass er eben diese besagte kleine Dummheit gemacht hat. Er
braucht also keine harte strafende Hand, wohl aber einfühlsame Konsequenz. Was
er dabei einmal kennen gelernt hat merkt er sich für sein ganzes Leben.
Über das Thema der Auswahl des
Züchters gibt es viele Argumentationen und Hinweise der entsprechenden
Zuchtverbände, die dort entsprechend nachgelesen werden können und sollten!
Deshalb möchte ich hier
nur kurz schreiben, wo ich meinen Welpen kaufen würde.
Ich würde mir einen Züchter suchen der maximal zwei Zuchthündinnen hat und
nur mit einer Rasse züchtet. Weiterhin sollte er pro Jahr nur einen Wurf Hunde
züchten. Ich denke so ist gewährleistet, dass nicht eine Überzahl von Welpen
vorhanden ist, die enormen Aufwand erfordern und somit manchen Züchter zum
Sklaven seines Hobbys machen oder zu Absatzschwierigkeiten und damit
verbundenen, manchmal unliebsamen Verhaltensweisen führen. Außerdem würde ich
mir das Protokoll zur Wurfabnahme durch den Verbandszuchtwart ansehen. Aus
diesem lassen sich viele Schlüsse für den zukünftigen Wert meines Welpen ziehen. Was
nützt der Schönste, wenn er fehlerhafte Geschwister hat! Jeder verantwortungsbewusste Züchter wird Ihnen beim
Welpenkauf eine Kopie davon aushändigen.
Bitte denken Sie auch an Folgendes:
"Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten!"
Auf gar keinen Fall
sollte man seinen Welpen dort kaufen, wo die Eltern mit Papieren(?) zwar vor Ort zu
besichtigen sind, aber die Welpen keine Papiere haben. In diesen Fällen sind die
Eltern oftmals nicht auf HD geröntgt! Somit hat der Züchter nicht den Nachweis
dafür erbracht, dass er den Forderungen des § 11b
des Tierschutzgesetzes gerecht wird. Hier heißt es: "Es ist verboten Wirbeltiere
zu züchten, wenn der Züchter damit rechnen muss, dass bei der Nachzucht aufgrund
vererbter Merkmale Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen
oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder
sonstige Schäden auftreten."
Leider sieht es in der Praxis eben immer wieder anders aus
und die vermeintlichen Sparer, geben dann den beim Welpenkauf eingesparten
Betrag, doppelt und dreifach für Tierarztkosten aus!
Siehe:
Beitrag Prof. Dr. Klaus
Löffler, Stuttgart Hüftgelenksdysplasie als Tierschutzproblem
Quellen:
Die hier dargelegten Ausführungen resultieren aus
Lehrstoffinhalten meines Studiums zum Agraringenieur für Tierproduktion,
hinsichtlich artgerechter Haltung, Zucht und Aufzucht von Tieren und deren
Wechselwirkung auf Gesundheit, Fruchtbarkeit und Leistung. Dazu kommen
Erfahrungen aus langjähriger Funktionärstätigkeit eines großen
Kleintierzuchtverbandes, dem in dieser Zeit erfolgtem Gedankengutaustausch mit
anderen Züchtern und nicht zuletzt durch über 30- jährigem Umgang mit Hunden,
davon seit 1983 in der Zucht. Dazu kommen Beiträge aus dem Internet zur
artgerechten Hundehaltung wie zum Beispiel:
-
Gesellschaft für artgemäße Hundehaltung e.V
-
Startseite
Hunde-Portal Artgerechte Hundehaltung
Übersicht
- Tipps
für
Welpenkäufer
- Hundezeitung im Internet
- TOP - THEMEN (Zwinger-Unwort zum Unding?)
- artgerechte
Haltung von Deutschen Doggen
- Abgeschlossenen
Dissertationen wie: Jahn,
K. Die Mensch-Hund-Beziehung und ihre
Auswirkung auf Entstehung und Verhinderung von Verhaltensproblemen beim Hund -
Ein internationaler Vergleich. Diss. med. vet. München 2002
Erklärung: Diskremminiehrungen, Unterstellungen,
Reglementierungen und ähnlich gelagerte Absichten sind nicht mit der
Veröffentlichung dieser Website beabsichtigt! Sollte in irgendeiner Form beim
Leser, ein auf seine Person bezogener, derartiger Eindruck entstehen, weise ich
diesen entschieden von mir ab und distanziere mich von allen Folgen!
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