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>aktueller -H- Wurf <
 

 

                                     

              

Hallo, mein Name ist Dieter Stachowiak. Ich möchte Ihnen etwas über mich erzählen, damit  Sie eine Vorstellung von demjenigen bekommen, von dem Sie vielleicht eines Tages einen Welpen oder Junghund der Rasse Schwarzer - Terrier erwerben. Nun, sich selbst vorzustellen, dass ist eigentlich nicht so ganz einfach.

Also fangen wir damit an, dass ich mich schon als Kind für Tiere interessiert habe. Zu meinen ersten Haustieren gehörten Kaninchen, die mir mein Opa besorgt hatte. Später folgten Hühner, Enten und andere Tiere. Aber meine besondere Liebe galt damals dem Deutschen Schäferhund, dem ich auch heute noch große Beachtung schenke. So kam es dazu, dass ich mir im Jahr 1974 meine erste Deutsche Schäferhündin anschaffte. Im Jahr 1983 fiel in meinem Zwinger der erste Wurf Deutscher Schäferhunde, dem sieben weitere folgten. Mit in meinem Zwinger verbliebenen Hunden, war ich sehr aktiv auf den Ausbildungsplätzen des SV und legte zahlreiche Prüfungen wie SchH I - SchH III sowie FH und IPO I - IPO III ab.

Sie werden sich sicher fragen, warum ich soweit ausschweife. Nun ich antworte Ihnen. Es ist, damit Sie sehen und verstehen, dass Sie es mit einem Züchter zu tun haben, der sein Handwerk von klein auf gelernt hat. Meine dabei gemachten praktischen Erfahrungen und nicht zuletzt mein absolviertes Studium als Ingenieur für Tierproduktion (FH) befähigten mich als Zuchtwart in einer GO zu arbeiten und ein besonderes Auge für Hunde zu haben.

Die anatomische Entwicklung des Deutschen Schäferhundes hat mich dazu bewogen, im Jahr 1994 nach einer anderen Hunderasse Ausschau zu halten, und leider den SV nach 25. jähriger Mitgliedschaft, im Jahr 2000 zu verlassen. So kam 1994 mit " Arit vom Tierparadies " die erste Hündin dieser Rasse in die Familie. Von Anfang an, hatten wir sehr viel Freude mit dieser, die Rasse vorzüglich vertretenden Hündin. Sie war außerordentlich gelehrig, kinderlieb und familiär. Sie hat uns aus zwei Würfen vorzügliche Hunde beschert. Auch ein Wurf mit ihrer Tochter " Arischa vom Amur " brachte vorzügliche Hunde. Wir und unsere Welpenkäufer haben hervorragende Ergebnisse auf nationalen und internationalen Ausstellungen erreicht, worauf wir mit Recht Stolz sein können. Nachdem, bedingt durch familiäre Veränderungen, einige Zeit keine Würfe in meiner Zuchtstätte erfolgten, war es mir vergönnt, das Zuchtgeschehen im Jahr 2006 wieder aufzunehmen und somit die Erfolge der Vergangenheit fortzusetzen.

Erklärung

Ich wurde auf der Züchterversammlung im Jahre 2004 zum stellvertretenden Rassebeauftragten unserer Hunderasse gewählt. Von dieser bin ich  im Juni vergangenen Jahres zurückgetreten. Am 21.März dieses Jahres fand eine neue Wahl des Rassebeauftragten und seines Stellvertreters statt. Auf ihrer Website veröffentlicht die ehemalige Rassebeauftragte, Frau Petra Staut, einen Rückblick auf die zurückliegenden 8 Jahre ihrer Amtstätigkeit. Als gewählter, ehemaliger stellvertretender Rassebeauftragter, habe ich das Recht, meine Meinung über das dort Geschilderte zu äußern. Ich mache das, ohne einer derjenigen zu sein dem der, von ihr leider nicht namentlich zugeordnete, Schuh passt. Dazu im Einzelnen:

1. Nicht erst in den letzten Jahren hat die Zucht des schwarzen Terriers in Deutschland internationale Anerkennung erhalten. Das wird durch das Erreichen des Titels Weltsieger im Jahre 1989 durch Scharm Schan und im Jahre1990 durch Dämon Devi belegt. Vielleicht sollte man diese Erfolge deutscher Linienzuchten des schwarzen Terriers anerkennen, bewusst fortsetzen, nicht durch den Einsatz von „ Exoten „ verdrängen und  schon gar nicht als „ Lachnummer „ abtun.

Ich wurde zu Recht darauf  hingewiesen, dass es sich bei diesen beiden, von mir genannten Hunden, nicht um Rüden aus deutschen Zuchten handelt! Das kann auch gar nicht anders sein, weil zu dieser Zeit die Zucht des Schwarzen Terriers in Deutschland sich in den Anfängen befunden hat. Damit begann aus meiner Sicht gesehen die Pionierarbeit. Scharm Schan wurde am 09.02. 1987 und Dämon Devi am 22.07.1987 geboren. Es handelt sich bei beiden um Importe. Ich ändere deshalb meine Ausführungen zu Ziffer 1, wie nachfolgend, ab.

1. Nicht erst in den letzten Jahren hat die Zucht mit dem schwarzen Terrier in Deutschland internationale Anerkennung erhalten. Aus den Verpaarungen mit den diesen beiden Weltsiegern gingen zahlreiche vorzügliche Hunde hervor! Ich empfehle dazu unter folgendem Link:  http://www.shandor-lesco.com/data/fckeditor/Tchiorny.pdf nachzulesen! Vielleicht sollte man diese Erfolge deutscher Linienzuchten des schwarzen Terriers, anerkennen, bewusst fortsetzen, nicht durch den Einsatz von „ Exoten „ verdrängen und  schon gar nicht als „ Lachnummer „ abtun. Mit  "Exoten" sind übrigens nicht nur nur  Russlandimporte  gemeint. Ich weiß nicht, wie wie man dazu kommt mir dies zu unterstellen? Da veranlasst wurde, den von mir im Internet aufgefundenen Link vom Server zu nehmen, sehe ich mich veranlasst, folgenden in einer Ausgabe "der Terrier" ( Offizielles Mitteilungsblatt des KfT e.V.) veröffentlichten Artikel zu verweisen.

2. Ich teile ihre Auffassung zu dem oftmals unkameradschaftlichen und rücksichtslosem  Miteinander der Züchter oder durch die von ihrem jeweiligen Züchter beeinflussten Besitzer.

3. Doch zu dem nachfolgend Dargelegten habe ich eine andere Auffassung. Hier wird mit teilweiser Arroganz  und Überheblichkeit ein abschreckendes und verzerrendes Bild über die Züchter in Deutschland gegeben. Ich gehe davon aus, dass hier ausschließlich deutsche Züchter gemeint sind, denn es handelte sich ja um einen ehemaligen Rassebeauftragten für die Züchter im Klub für Terrier. Ich selber kenne aus meiner über 4 jährigen Tätigkeit als ihr Stellvertreter keinen Fall in Deutschland,  auf den es zutrifft, dass Hunde  an den unwürdigsten Orten in einem unvorstellbaren Zustand gehalten werden, und somit zu bedauerlichen und geschundenen Kreaturen gemacht werden. So etwas geht eigentlich gar nicht, weil alle Zuchtstätten des KfT einer strengen Kontrolle durch die jeweiligen Zuchtwarte unterliegen! Wen man etwas der artiges weiß, sollte man in seiner Amtszeit dagegen vorgehen und nicht für den Fall der Fälle Punkte sammeln. Ein Nichtansprechen der Person mit Namen und Adresse, erweckt bei den Außenstehenden, das sind in der Regel Kaufinteressenten, den Eindruck, dass nur bei den so genannten  „Pionieren“ gute Zucht betrieben wird. Alle anderen werden als rückschrittlich und auf den Bäumen lebend dargestellt.

4. Wer ist nun eigentlich der Hinterwäldler?                                                                                                                            Derjenige, welcher nach dem noch immer gültigen Standard des schwarzen Terriers züchtet, oder derjenige, welcher als so genannter Pionier, einen durch die Mode beeinflussten neuen Typus des schwarzen Terriers auf die Beine helfen will? Die Gründer der Zucht des schwarzen Terriers haben sich beim Anzüchten des Standards und des Erscheinungsbildes dieses Hundes von dem Gedanken seiner Gesundheit, Robustheit, Beweglichkeit, Widerstandsfähigkeit gegen die verschiedensten Umwelteinflüsse, seiner Wesensfestigkeit und Familienfreundlichkeit leiten lassen. Wenn schon von Pionieren gesprochen wird, dann zählen für mich die Personen zu ihnen, welche in den Anfangsjahren der Schwarzen Terrierzucht hier in Deutschland echte Pionierarbeit geleistet haben. Solche Zuchtstätten wie vom Wambolder Sand, vom Don und natürlich auch vom Galgenberg zähle ich dazu. Für diese Personen war es damals viel schwerer als heute. Es gab die Mauer und die Sowjetunion. Es gab keine Reisefreiheit, keine  Schengen Visa und es gab keine Immigranten, die die Tür zur Heimat sich noch offen halten.

Schnell hat man nach dem Zerfall der Sowjetunion in diesem Land begriffen, dass es sich bei diesem Hund um eine sehr gut zu vermarktende Hunderasse handelt. Um diese Eigenschaft zu verbessern, wurde ein neuer verkaufsfähigerer Hund geschaffen.  Dieser unterscheidet sich von dem mit Standard hinterlegten, hauptsächlich hinsichtlich der Übergröße und der veränderten Haarstruktur. Das sind zwei Eigenschaften, die dem, einmal an gedachten  Gebrauchswert des Hundes, negativ beeinflussen.    Beim Haar in Hinsicht seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen und in der Übergröße in Hinsicht seiner Gangwerkseigenschaften, Wendigkeit und auch teilweise seiner Gesundheit im Bewegungsapparat. Ein großer Hund lässt sich besser verkaufen und ein Hund mit dem neuen Haar lässt sich besser stylen, was nun wiederum mehr Aussicht auf einen der vorderen Plätze auf Ausstellungen bringt. Es ist auch nicht einfach für einen Richter, auf den großen internationalen Ausstellungen, einen Hund im Siegerring vor tausend und mehr Zuschauern zu präsentieren, der schlecht zurechtgemacht ist. Auch das Outfit des Besitzers und sein Hundegeschirr spielt dabei eine Rolle. Ich weiß aus eigener Erfahrung von was ich rede. Hier tut sich oftmals ein Zwiespalt beim Richter auf. Bewerte ich den Hund in meiner Verantwortung als Zuchtrichter hinsichtlich der mir bekannten Standardvorgaben oder präsentiere ich dem Publikum einen optisch elegant und schön wirkenden Hund. Zugegebenerweise nicht einfach, noch dazu, wenn sich das Ganze unter internationalem Publikum abspielt. Ich ziehe jedenfalls den Hut vor dem Richter, der sich in seiner Bewertung konsequent nach dem Standard richtet.

                                                                                                                                                                                                                                                          5. Ich bin nicht auf vielen Ausstellungen vertreten, welches folgende Gründe hat:

-  Ich bin allein lebend und habe niemanden, der während meiner Abwesenheit auf meine anderen Hunde aufpasst.

-  Wenn man mit mehreren Hunden auf Ausstellungen vertreten ist, ist es schwer diese in den unterschiedlichen Klassen, oder beim Ermitteln zu vergebender Titel usw. vorzuführen. Nicht immer finden sich hilfsbereite Mitmenschen.

-  Jeder weiß, dass die Ausgaben für die Ausstellungsbesuche in den letzten Jahren enorm angestiegen sind. Da ich nur ein kleiner Züchter bin, und obwohl ich als deutscher Staatsbürger ein Leben lang in Deutschland gearbeitet habe, nicht über ein großes Einkommen verfüge, bin ich im Gegensatz zu manch anderen, teilweise neu im Land vertretenen Züchtern, nicht in der Lage viele Ausstellungen zu besuchen. Ich muss ganz einfach, mein mir verbleibendes Einkommen in meine Hundezucht investieren und von mir geschaffene Werte, wie Haus und Grundstück, damit erhalten. Deshalb bin ich noch lange kein auf dem Mond lebender Mensch, der über nichts in der Entwicklung der Zucht Bescheid weiß. Ich sehe sehr wohl über den Tellerrand und verfolge sehr genau, wohin sich die Zucht des schwarzen Terriers bewegt.

6.  Da ich nicht damit einverstanden bin, wie ein in seinen besten Wesenseigenschaften gezüchteter Rassehund zum Modehund verzüchtet wird, bin ich als stellvertretender Rassebeauftragter zurückgetreten. Dazu kam, wie mit einer ausländischen Züchterin umgegangen wurde. Ich heiße das was dort vorgefallen ist nicht gut, finde es aber nicht fair, wenn man Jemanden, dem man vorher wegen seiner hoch bewerteten Deckrüden förmlich in den Hintern gekrochen ist, anschließend in die Verdammnis schickt. Noch verwerflicher finde ich es, wie man damals an dieses Potential herankommen wollte, um diese armen russischen Spitzentiere, unter dem Vorwand des Mitleids, aus ihrem Elend in den  Tierheimen, wo sie zwischenzeitlich untergebracht waren, zu erlösen. Nun, mittlerweile sind vier von ihnen auf Grund eines Gerichtsbeschlusses aus den Tierheimen entlassen und befinden sich wieder bei dieser Züchterin. Sie dienen ihr somit im Sinne des Dudens wieder als verwertbare Objekte, indem sie daraus persönlichen Nutzen ziehen darf. Sie wurde somit  in die Lage versetzt, diese Hunde international auszustellen, was sie natürlich auch macht. Es ist ihr durch das Gericht ein Zuchtverbot ausgesprochen worden. Ob sich dieses auch auf  den Einsatz der Rüden zum Belegen von fremden Hündinnen bezieht, kann ich nicht beurteilen. Die Hunde werden auf den Ausstellungen unter Besitz der Tochter vorgeführt, wobei zu bemerken ist, dass diese sich noch nicht im volljährigen Alter befindet. Es handelt sich um anatomisch gesehen vorzügliche Hunde, an dem kein Richter bei seiner Bewertung vorbeischauen kann. Dies auch nicht bei eventueller Kenntnis, voraus gegangener Verstöße gegen die Tierschutzgesetze des Heimatlandes. Dagegen  hilft auch kein Donnern und Wettern, denn die Richter können dagegen gar nichts machen, weil ihre einzige Aufgabe darin besteht den vorgeführten Hund zu bewerten und nicht Menschen nach ihren Charaktereigenschaften! Ja, es ist ihnen sogar verboten! Sie dürfen auch keine Einsicht in die Kataloge nehmen. Für sie zählt nur der Hund in der besten Verkörperung seines jeweiligen Standards! Außerdem sind Gerichtsurteile zu akzeptieren, wenn es einem auch schwer fällt! Das Einzige, was hilft ist ein Boykottieren von Ausstellungen, wo Personen teilnehmen gegen die man eine Abneigung hat, weil sie etwas Verwerfliches getan haben. Es ist dann die Aufgabe der jeweiligen Ausstellungsleitung sich zu entscheiden. Da man aber vorher nicht weiß, wer auf den Ausstellungen anwesend sein wird, ohne schon Kosten investiert hat, kann man das Boykotieren auf das Stechen beschränken!

7.Abschließend möchte ich sagen, dass es mir hier in erster Linie darum geht, meine persönliche Auffassung zum derzeitigen Stand der Zucht des Schwarzen Terriers darzulegen. Ich bin auch kein Verehrer von, wie die ehemalige Rassebeauftragte schreibt,  Hundewelpen-in-die-Welt-Setzer. In einigen Fällen ist der erste Wurf Welpen noch nicht einmal weg, aber der nächste Wurf liegt schon da, bzw. wird erwartet! Da teile ich voll ihre Auffassung. Ich werde mich jedoch nicht in diese Angelegenheit hineinhängen. Denn ich sehe es als Sache desWelpenkäufers an, zu prüfen wo und von wem er seinen Welpen bezieht. Er muss sich davon überzeugen, ob seine Wahlperson lieber Hunde oder Katzen züchtet und ob dessen Zuchtstätte jährlich überdurchschnittlich viele Welpen verlassen!

 

 

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