|

Der perfekte Hund
Gibt es ihn oder gibt es ihn nicht? Wenn es ihn geben
würde, müsste er schon als Welpe Weltsieger sein, frei sein von Krankheiten
jeglicher Art und keinerlei krankmachende Gene in sich tragen. Fast ein Ding der
Unmöglichkeit. In der letzten Zeit
wird auf einigen Internetseiten ein reger Erfahrungsaustausch zur Gesundheit des
Schwarzen Terriers geführt. Dagegen habe ich auch nichts einzuwenden. Es kann
nie verkehrt sein, wenn Züchter sich gegenseitig helfen, ihre Rasse gesund zu
erhalten.
Doch sollten bei der Einschätzung der
Krankheiten bestimmte Regeln beachtet, und Prioritäten gesetzt werden!
Diese sind:
-
Der Grad der Schwere, welche die jeweilige Krankheit auf das
Allgemeinbefinden, die Gebrauchsfähigkeit und das Alter des Hundes hat.
-
Der Behandlungsaufwand und der zu erwartende Erfolg.
-
Handelt es sich um eine Erbkrankheit, die mit 100 % an die Nachfolgen
weitergegeben wird.
-
Handelt es sich um Gene, die die Krankheit
unter bestimmten Umständen
bei den Nachkommen auftreten lassen. Als typisches
Beispiel hierfür sind Blasensteine / Urolithiasis anzusehen. Es ist zwar
richtig, dass bestimmte Gene die Entstehung von Blasensteinen bei den Nachkommen
positiv beeinflussen. Aber genauso richtig ist es auch, dass Nachkommen von Gen-
Freien Eltern, Blasensteine bekommen können. Es handelt sich hier nämlich um
eine urologische Erkrankung, deren Hauptursachen in Harnweginfektionen und vor
allem in der Ernährung des Hundes liegen. Bei Hündinnen werden sie, auf Grund
der Anatomie so gut wie nicht bemerkt. Bei der Gicht spricht man von einer
Volkskrankheit. Bei der Spezies Hund ist es leider so, dass durch immer mehr
Vermenschlichung und den Einsatz hochkonzentrierter Futtermittel eine ähnliche
Situation entsteht. Im falschen Ehrgeiz, den möglichst kräftigsten
Rassevertreter zu formen, wird dem Entstehen dieser Krankheit, leider manchmal
noch Vorschub geleistet. Oftmals wird das Vorhandensein, von beim Schwarzen
Terrier zum Glück nur in sehr wenigen
Fällen auftretenden Krankheiten, auf die bei
seiner Entstehung verwendeten Rassen zurückgeführt. Dem kann ich keinem Glauben
schenken! Die verantwortlichen Gründer dieser Rasse haben bei der Zuchtauswahl
genauestens selektiert. Nur die würdigsten und gesundesten Vertreter der
Ausgangsrassen wurden in der Zuchtwahl zum Einsatz gebracht. Damals ging das
relativ schnell und einfach. Der Grundsatz: "
Zucht heißt Selektion " musste strengstens
befolgt werden. Die teilweise jetzt vorhandenen Krankheiten sind meiner Meinung
nach, aus später gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen entstanden.
Die im VDH organisierten Hundeklubs und Verbände haben
in ihren Zuchtordnungen Regelungen erlassen, die dafür Sorge tragen dass
bestimmte Erbkrankheiten durch Zuchtverbote nicht an die Nachkommen
weitergegeben werden können. Beim schwarzen Terrier betrifft das,
nur das Vorliegen
eines, die Zucht ausschließenden Grades der Hüftgelenkdysplasie.
Über den nachfolgenden Link bekommen Sie eine Übersicht
zu den Hundekrankheiten von A – Z:
http://www.web4dog.de/hunde/artikel/text/109/
Aus meiner Sicht sind bei diesen Erkrankungen folgende
Prioritäten zu setzen:
- Hüftgelenkdisplasie – HD
- Osteochondrosis - OCD –
Schultergelenkdysplasie
- Multiple Epiphysendysplasie - ED –
Ellenbogendysplasie
- Chondrodystrophie
- Kryptorchidie – Binnenhodigkeit
-
Epilepsie beim Hund (primäre
idiopathische Epilepsie)
Beim Erwerb eines Welpen oder beim Betrachten der
Webseiten sollten Sie Ihre Hauptaufmerksamkeit auf diese Erkrankungen legen.
Fragen Sie danach, ob es diese in den jeweiligen Zuchtstätten schon gegeben hat!
Lassen Sie sich bitte nicht beeinflussen, von einem nicht Vorhandensein von
Augenkrankheiten oder von den Blasenstein freien Genen bei den Elterntieren. Der
schwarze Terrier hat keine Augenkrankheiten und zu den Blasensteinen und deren
Entstehen, bilden Sie sich bitte Ihr eigenes Urteil. Lassen Sie sich bitte die
Wurfabnahmeprotokolle zeigen und fragen Sie auch nach dem Verbleib der Welpen
aus den jeweiligen Würfen. Nicht nur nach den Vorzeigeexemplaren, sondern auch
nach den so genannten "in der Versenkung " verschwundenen!
|