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Rasse-Geschichte:
Schwarzer
(Russischer) Terrier
Was
der Deutsche Schäferhund überall auf der Welt für die Polizei, die Zoll-
und Grenzschutzorgane ist, das ist der Schwarze (Russische) Terrier für
die Rote Armee. Ein universeller Diensthund, eigens für diesen
Zweck gezüchtet. In den vierziger Jahren wünschte
die Rote Armee in der UdSSR, dass man Zugang zu einer eigenen
Gebrauchshunderasse hätte, und der staatliche Zwinger „
Roter Stern“ begann mit einem Zuchtprogramm welches
sowjetische Kynologen entworfen hatten. Das Zuchtziel war ein
großer, massiver, robuster, temperamentvoller und arbeitswilliger Hund,
vielseitig verwendbar, der sich sehr wohl den großen klimatischen Unterschieden
des großen Landes anzupassen vermochte. Nach einigen Kreuzungen
die daraufhin entstanden, besteht der Schwarze Terrier heute letztendlich aus 30
% Riesenschnauzer, 30 % Airedale Terrier, 30 % Rottweiler, die verbleibenden 10
% sind eine Kombination aus Neufundländer, Kaukasischem- und Europäischem
Schäferhund und auch der Deutschen Dogge. Der Schwarze (Russische) Terrier ist
sehr klug, sehr gelehrig und in den rechten Händen ein Hund, der
große Leistungen vollbringen kann. Mit Kadavergehorsam kommt man bei ihm
freilich nicht weit. Er wurde nicht auf Schönheit gezüchtet,
was aber nicht heißen soll, dass er aussehen kann wie er
will. Der staatliche Zwinger „Roter Stern“legte stets Wert
auf gute Resultate. Deshalb wurden Qualitätswelpen an ausgesuchte Leute des
Diensthundeklubs „Dosaaf“ zur Weiterzucht abgegeben. Der „Dosaaf“
besteht aus Freiwilligen zur Unterstützung der Armee, der Luftwaffe und der
Marine. Der Vorstand dieses Klubs besteht ausschließlich aus
Militärpersonen.
Kynologe
Zwinger
Rassegründer
Oberst G.Medvedev
"Roter Stern" Riesenschnauzer
ROY Rottweilerhündin UNA Sowj.
Arbeitshund heutiger Siegerhund

Doch das nur nebenbei.
Die
Rasse wurde auch außerhalb der UdSSR populär. Nach Schweden und Finnland kamen
vereinzelt Hunde Anfang der siebziger Jahre. Nach Deutschland ab 1982. In
die Schweiz kam der Schwarze (Russische) Terrier 1987. 1988 folgten sieben
weitere Hunde (vier kamen direkt aus der UdSSR, drei aus Deutschland und einer
aus Finnland). Oftmals fragen Leute, ob der Schwarze (Russische) Terrier bösartig
oder aggressiv sei. Das ist er aber nicht und darf es als Gebrauchshund auch
nicht sein. Was er macht und so sein soll ist: Warnen, wenn er Unbekannten
begegnet, nicht lauthals, sondern mit Brummen und Knurren soll er den
Entgegenkommenden warnen. „Bis hierher und nicht
weiter, ich will
wissen, wer du bist.“

Der
Schwarze (Russische) Terrier ist kein Schosshündchen, seiner Größe nach nicht
und seinem Verhalten ebenfalls nicht. Er hat Temperament und er will, dass man
ihn respektiert. Aber wer will das schon nicht !? Er vereint viele gute
Eigenschaften der Gebrauchshunderassen und anderer Hunderassen in sich. In den
rechten Händen, bei Menschen, die ihm Verständnis entgegenbringen und die mit
ihm arbeiten und ihn führen, ist er ein Hund, der zu hervorragenden Leistungen
fähig ist und vielseitig eingesetzt werden kann.
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